Maine Coon – Imposante Erscheinung, weiches Wesen

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Auf einen Blick
GEWICHT
4 – 10 kg
SCHULTERHÖHE
25 – 30 cm
LÄNGE
50 – 75 cm | mit Schwanz 74 – 115 cm
FELL
Lang – sehr weich, seiden
AUGENFARBE
Variiert mit Fellfarbe, grün, gold, grün-gold, kupfer, blau und odd-eyed
LEBENDSAUER
10 to 13 Jahre
HERKUNFT
Maine, USA

Maine Coon Aussehen & Fell – majestätische Mähne

Die Maine Coon ist eine starkknochige, muskulöse Katzenrasse mit großem Kopf und hohen spitzen fluffigen Ohren, ovalen Augen und einem langen, buschigen Schwanz. Sie gilt als größte Hauskatzenrasse, obwohl die Savannah noch etwas größer ist. Diese wurde aber in Kreuzung mit einer Wildkatze gezeugt und gilt ─ trotzt der Haltung als Haustier ─ nicht als Hauskatzen-Rasse.

Maine Coons gibt es in fast allen Fellfarben, in einfarbig weiß, cremefarben, rot, blau und schwarz. Ihre Fell-Muster sind tabby, bi-color, particolor, tortoiseshell, shaded und calico.

Diese Rasse entwickelte eine beträchtliche Größe und Stärke sowie dickes, zotteliges, aber seidiges Fell. Das war auch nötig, damit die als Outdoor- und Scheunen-Katze gehaltenen Rasse die harten Winter der Region überstehen konnten. Ihr üppiges Fell lässt sie noch größer wirken als sie ohnehin schon sind. Es lässt sich aber trotz der Länge relativ einfach reinigen und mit einem Kamm überschüssige Unterwolle herausziehen. Ihre seidige Fellstruktur hilft gegen Verfilzungen relativ gut. Falls sich doch mal ein Knäuel bildet, kann man dies, im Bauchbereich und am Schwanz sehr vorsichtig, mit einem Kamm herausarbeiten, damit nichts ziept. Maine Coons sind geduldig, aber sie mögen es nicht, wenn ihnen an den Haaren gezogen wird.

Sie haben zudem ein semi-wasserabweisendes Fell, was sie selbst beim Baden und Schwimmen trocken hält. Die meisten Katzen dieser Rasse mögen das Baden tatsächlich gerne und sind fasziniert von Wasser. Katzen brauchen in der Regel kein Bad und schaffen es sehr gut sich selbst zu reinigen. Das dichte Fell ist für eine Maine Coon aber anstrengend zu pflegen und ein Bad hilft auch besonders im Fellwechsel die überschüssigen Flusen leichter zu entfernen. Fühlt sich das Fell fettig an oder sieht es strähnig aus, sind sie mit ihrer Haartracht überfordert. Das tritt oft im Alter auf und in solchen Fällen trägt das Baden deiner Katze wesentlich der Reduzierung von Stress bei.

Maine Coon cat on the terrace

Alte Kater können aber sehr stur sein, und wenn sie Wasser nicht kennen oder gewohnt sind, zeigen sie auch wenig Interesse das später noch zu erlernen. Generell sind Maine Coon Katzen aber total fasziniert von Wasser in jeglicher Form und verbringen gerne Zeit damit, mit im Wasser zu spielen.

Maine Coon Gesundheit – Risiken deines flauschigen Begleiters

Maine Coons sind große, schwere Katzen bei denen Gelenkbeschwerden wie Hüftdysplasie, die in schweren Fällen zu Lahmheit führen kann, leider verstärkt vorkommen kann. 

Eine typische Maine Coon Erkrankung ist auch die Spinale Muskelatrophie (SMA), eine genetische Erkrankung, die die Skelettmuskulatur des Rumpfes und der Gliedmaßen betrifft. Verantwortungsvolle Züchter filtern Träger dieser Krankheit durch Gentest aber heraus. So auch mit der Hypertrophen Kardiomyopathie (HCM), eine Form der Herzerkrankung, die bei allen Rassekatzen vorkommt. Auch die Maine Coon ist nicht davon ausgenommen. Obwohl die Tiere in der Regel daraufhin getestet werden, bleibt in beiden Fällen ein Restrisiko bestehen. 

Die letzte bei Maine Coons vermehrt prognostizierte Krankheit ist die Polyzystische Nierenerkrankung. Eine langsam fortschreitende erbliche Nierenerkrankung, die zu Nierenversagen führen kann.

Maine Coon Ernährung – große Katzen brauchen viel Protein

Diese Katzenrasse ist nicht wie der Durchschnitt – bei ihrer Größe muss besonders auf eine gute Versorgung geachtet werden. Handelsübliches Futter sogt hierbei schnell zu einer Unterversorgung. Als aktiver Jäger benötigt sie viel Fleisch und mag stückiges Futter. Auf pflanzliche Proteine, Getreide oder Füllstoffe solltest du zwingend verzichten. Ein sehr beutenahes Futter wie das Dynasty Emperor Ragout eignet sich sehr gut für solch große und aktive Katzen. Es bildet in seiner Zusammensetzung die Komposition eines Beutetieres inklusive des Mageninhaltes nach und beinhaltet alle Nährstoffe, die eine Katze auch in der Natur findet. Das Ragout besteht aus ganzen Fleischstücken anstatt wie üblich aus pürierter Fleischmasse und bietet je nach Sorte sogar ganze Hühnerherzen. Ein Traum für alle großen Jäger wie die Maine Coon.

Hochwertiges Futter erhöht direkt das Aktivitätslevel deiner Katze. Wir haben häufiger Anekdoten gehört wie viel aktiver und agiler Katzen nach dem Futterwechsel geworden sind. Für eine Maine Coon mit hohem Energiebedarf also genau das Richtige.

Maine Coon Charakter – sanfte Riesen mit einem Herz aus Gold

Die Maine Coon ist gutmütig, sanftmütig, freundlich und hat keine Probleme mit anderen Haustieren oder Familienmitgliedern. Ähnlich zur Ragdoll gilt sie als anhänglich mit hundeartigem Charakter, wenn dieser auch nicht ganz so stark ausgeprägt ist. Sie war ursprünglich eine Outdoor-Katze, die sich lange als Arbeiter-Rasse großer Beliebtheit erfreute. Aufgrund ihrer Neugier und Intelligenz war sie beliebt bei Bauern, die ihre Scheunen und Grundstücke von Nagetieren befreien wollten.

Die gutmütige und umgängliche Maine Coon passt sich vielen Lebensstilen und Persönlichkeiten an. Sie ist gerne mit Menschen zusammen und folgt ihnen von Raum zu Raum, mag Aufmerksamkeit, ist aber nicht aufdringlich.

Allerdings behielt diese Rasse ihren Jagdtrieb. In einem Maine Coon Haushalt sind keine Nagetiere sicher. Gibt es nichts zum Jagen oder bekommt deine Katze keinen Freilauf, dann ist Spielzeug Pflicht, und das am besten in sämtlichen Variationen. Durch ihre hohe Intelligenz solltest du sie auch regelmäßig mit verschiedenen Puzzle-Spielzeugen herausfordern. Maine Coons apportieren auch Bälle. Ihre Spielfreude bleibt auch bis weit ins Erwachsenenalter bestehen. Hier hast du also sehr viel und lange Beschäftigung und solltest das auch einplanen.

Maine Coons können zwar wie jede Katze klettern, bleiben aber normalerweise lieber auf Bodenhöhe. Sie können als reine Wohnungskatzen gehalten werden, solange du genug Beschäftigung für sie hast. Sie freuen sich, in der Natur zu sein. Da Rassekatzen immer der Gefahr von Diebstahl ausgesetzt sind, fällt unbeaufsichtigter Auslauf aber aus. Einen Balkon solltest du sichern. Jede Katze überschätzt sich mal und ihr stark ausgeprägter Jagdtrieb kann sie schnell in Gefahr bringen. Im gesicherten Garten fühlt sie sich am wohlsten.

Maine Coons tendieren zum Trampeln, was sie beim Laufen ziemlich laut macht. Sie sind auch sehr gesprächige Katzen, drücken sich aber durch eine Vielzahl von sanften und melodischen Tönen aus.

Maine Coon Geschichte – Aus der Wildnis Maines ins Wohnzimmer

Die Maine Coon gilt als älteste in den USA heimische Langhaarkatze und wurde ursprünglich von Seeleuten auf den Weg nach Neuengland (unter anderem dem Bundestaat Maine) eingeführt. Die Katzen an Bord von Schiffen sollten dort Ratten bekämpfen. Beim Landgang verließen einige davon aber das Schiff und vermischten sich mit vorhandenen einheimischen Katzen, was schließlich zur Entstehung der Rasse führte. Die ersten veröffentlichten Erwähnungen der Rasse gab es 1861. Sie handelte von einer schwarz-weißen Katze namens Captain Jinks of the Horse Marines. Die getigerte Maine Coon Leo wurden 1895 in New York auf der Katzenschau im Madison Square Garden ausgestellt, und bekam die Auszeichnung beste Katze verliehen. Leo gewann bei allen Katzenausstellungen zwischen New York und Boston, bis 1900 er von seinem eigenen Sohn besiegt wurde. 

Einst eine Scheunen-Katze, heute treuer Gefährte!

Anfang 1900 stieg jedoch die Popularität und Beliebtheit der orientalischen Katzen wie Perser und Siamesen und die Maine Coon rutschte fast bis zum Aussterben ab. Nur durch den Einsatz auf Bauernhöfen, auf denen sie als Arbeits-Katze geschätzt war, überlebte die Rasse. Die Rangordnung hat sich in den letzten Jahren jedoch wieder gedreht und die Maine Coon gilt als die „Amerika-Katze“. 

Man möchte meinen der Name “Coon” (auf Deutsch “Waschbär”) käme nicht von ungefähr, denn sie lieben Wasser, spielen oft darin und baden gerne. Hin und wieder entscheiden Maine Coons auch, dass ihr Essen ein Bad nötig hat und tauchen es im Wassernapf ein oder schwimmen und spielen damit. Tatsächlich ist diese Eigenart aber nicht der Grund des Namens. Die Maine Coon ist auch nicht das Ergebnis einer Paarung zwischen einer Katze und einem Waschbären, auch wenn ihr typisch braun getigertes Fell und ihr buschiger Schwanz darauf hindeuten könnten. Doch genau diese optische Ähnlichkeit hat sie dem „Waschbär“-Teil ihres Namens zu verdanken. Maine Coons, die kein braunes Tabby-Fell hatten, wurden daher auch Maine Shags genannt. Der Wortteil “Maine” stammt vom US-Bundesstaat Maine, denn nicht nur wurde die Katze dort von Siedlern gehalten, sondern die Maine Coon wurde auch zur offiziellen Katze des Bundesstaates ernannt. 

Geeignet für berufstätige Katzeneinsteiger mit großer Wohnung oder Haus

  • Erfahrungslevel: Einsteiger  
  • Haltung: große Wohnung/Haus 
  • Beschäftigungslevel: Mittel 
  • Energie Level: Mittel 
  • Trainierbarkeit: Mittel 
  • Anhänglichkeit: Mittel 
  • Freundlichkeit: Hoch 
  • Verspieltheit: Mittel 
  • Redebedarf: Mittel 
  • Intelligenz: Hoch 

 

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