Katze, die im Labor Futter untersucht

Im Labor: Wie testet TCE eigentlich Katzenfutter?

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Was landet eigentlich jeden Tag im Napf deiner Katze? Mit unseren Katzenfutter Tests versuchen wir diese Frage zu beantworten. Um es direkt vorweg zu nehmen, unsere Tests sind unabhängig. Niemand bezahlt uns dafür, das wir diese vorstellen und bewerten. Wundere dich daher nicht das unsere Testergebnisse regelmäßig von denen anderer Futtertester abweichen können. Da wir ebenso viel Wert auf transparenz legen, stellen dir hier unseren Bewertungsprozesses für Katzenfutter vor. Wir sagen dir auf was es wirklich ankommt, damit du zuhause dein eigenes Futter bewerten kannst.

Vorwort

Alle Angaben, die wir zur Bewertung heranziehen, stammen von den Verpackungen und Produktseiten der Hersteller. Bitte beachte jedoch, dass diese Information lediglich als Mindestwerte dienen können. Sie sollen dir einen Überblick über die Qualität verschiedener Futtersorten verschaffen. Es ist immer ratsam, skeptisch zu bleiben und sowohl die Angaben der Hersteller als auch unsere Bewertung kritisch zu hinterfragen.

Wir können nur bewerten, was von den Herstellern auf der Verpackung angegeben wird. Die Menge und Art der Informationen können von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein. Einige geben beispielsweise den Calcium-, Phosphor- und Verhältniswert an, während andere dies nicht machen. Eine umfassende und transparente Kennzeichnung kann jedoch positiv in Bezug auf das Kriterium der Verbraucher-Transparenz bewertet werden und zu einem besseren Ergebnis führen.

Zusätzlich haben wir das Kriterium „Marke“ eingeführt. Wir sind der Meinung, dass Unternehmen, die eine starke Mission verfolgen und beispielsweise Tierschutz unterstützen, dafür positiv bewertet werden sollten, auch wenn dies nicht direkt die Qualität des Katzenfutters beeinflusst.

Alle Kriterien werden unter Berücksichtigung einer gesunden, 4 kg schweren (kastrierten Haus-) Katze bewertet. Bitte beachte, dass dies als allgemeine Richtlinie dient und individuelle Bedürfnisse deiner Katze berücksichtigt werden sollten.

Wenn du Fragen hast, wende dich gerne an uns.

1. Zusammensetzung

Ein hochwertiges Katzenfutter zeichnet sich durch eine sorgfältig abgestimmte Zusammensetzung aus. Wir bewerten die Inhaltsstoffe und deren Qualität. Es ist wichtig, dass das Futter aus hochwertigen Zutaten besteht, die den ernährungsphysiologischen Bedürfnissen der Katze entsprechen. Dazu gehören ein hoher Anteil an Fleisch, das Fehlen minderwertiger tierischer Bestandteile und der Verzicht auf (für Katzen) unnötige Zusatzstoffe wie Zucker, Füllstoffe und pflanzliche Fette. Auch Geruch, Textur und optische Ansprechbarkeit des Futters geben gute Hinweise auf die Qualität. Eine hohe Punktzahl in diesem Kriterium bedeutet, das Futter unterstützt das Wohlbefinden der Katze und trägt mit optimalen Inhaltsstoffen zur langfristigen Gesundheit bei.

1.1 Protein. Das Katzenfutter enthält einen ausgewogenen Proteingehalt, der dem empfohlenen Mindestwert von 33,3 Gramm pro 100 Gramm Trockenmasse entspricht (Wir gehen nach wie vor von der kastrierten (Haus-) Katze aus und halten uns an die empfohlenen Werte der FEDIAF Guideline.

1.2 Fleischanteil. Das Futter überzeugt mit einem hohen Fleischanteil von mindestens 67% (auf null Kommastellen gerundet), der den Bedürfnissen von Fleischfressern gerecht wird.

1.3 Proteinquellen. Diese sollten entweder alle vom gleichen Tier oder zumindest von ähnlichen Tierarten stammen oder die zweite Quelle einen geringen Anteil haben. Wilde Tier-Mixturen weisen eher darauf hin, dass ins Futter gegeben wird „was gerade übrig ist“.

1.4 Feuchtigkeitsgehalt. Mit einem Gehalt von mindestens 70% Wasser sorgt das Produkt für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

1.5 Vermeidung von minderwertigem tierischen Zutaten. Das Katzenfutter setzt auf qualitativ hochwertige Proteinquellen und enthält keine minderwertigen Zutaten wie Euter, Hufe oder Federn.

1.6 Verzicht auf unnötige Inhaltsstoffe. Das Futter verwendet keine unnötigen Inhaltsstoffe wie Yucca Schidigera oder Katzenminze. Unnötig sind Inhaltsstoffe, wenn es keine Belege dafür gibt, dass sie Vorteile für gesunde Katzen haben. Wir finden, Katzenfutter sollte sich auf Zutaten beschränken, deren Nutzen für Katzen bewiesen ist (ansonsten sind sie „unnötig“).

1.7 Fette/Öle. Es werden keine pflanzlichen Fette oder Öle verwendet, sondern Fette und Öle tierischen Ursprungs. Verschiedene Literatur weist darauf hin, dass Katzen Linolsäure nur in begrenztem Maß in Arachidonsäure umwandeln können. Daher empfiehlt man häufig Fischöl, um der Katze wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren zuzuführen. Kokosöl beispielsweise stand in der Vergangenheit in der Vermutung, gesundheitliche Probleme zu verursachen.1

1.8 Kein Zucker enthalten. Das Produkt verzichtet vollständig auf zugesetzten Zucker, das schließt Mehrfachzucker ein (Es ist zwar legal, mit „ohne Zuckerzusatz“ zu werben, obwohl Mehrfachzucker enthalten sind, wir halten Zucker aber generell für unnötig für Katzennahrung).

1.9 Keine Verdickungsmittel. Die Kost enthält keine Verdickungsmittel wie Cassiagummi, Johannisbrotkernmehl oder ähnliches.

1.10 Vermeidung von Füllstoffen. Das Produkt verzichtet auf Füllstoffe wie Cellulose Pulver.

1.11 Geruch. Das Katzenfutter überzeugt mit einem angenehmen Geruch, der auf eine gute Qualität hinweist.

1.12 Textur. Die Textur des Produkts wirkt appetitlich und ermöglicht dank der enthaltenen Filetstücke einen optimalen Zahnabrieb.

2. Deklaration

Es ist wichtig, dass die Information auf der Verpackung des Katzenfutters klar und vollständig ist. Dazu gehören die genaue Auflistung der Inhaltsstoffe und deren Prozentanteile, damit du weißt, was im Futter enthalten ist. Verwirrende oder verwaschene Begriffe sind nicht erlaubt. Ebenso sollten klare Fütterungsempfehlungen gegeben sein, damit du weißt, wie viel Futter deine Katze erhalten sollte. Die Deklaration soll transparent sein und dir, dem Verbraucher, helfen, die Qualität des Futters zu beurteilen.

2.1 Deklaration. Enthält keine schwammige Beschreibung von Nebenprodukten wie „tierische Nebenerzeugnisse“ oder ähnliches.

2.2 Inhaltsstoffe. Alle müssen aufgelistet sein und die Prozentzahlen sollten aufsummiert 100% ergeben.

2.3 Vollständige Transparenz. Mit genauen Prozentangaben für alle Zutaten. Keine unklaren Angaben, die dich zum Raten zwingen, wie „Hasenfleisch 67% (Leber, Herz, Muskelfleisch 10%)“.

2.4 Verwendung von Begriffen. Der Begriff „Fleisch“ in der Zutatenliste schließt keine anderen Bestandteile wie „Brühe“ oder „Innereien“ ein. Fleisch ist auch nicht gleich Separatoren-Fleisch.

2.5 Angaben. Keine unklaren Angaben wie „Schwein“ ohne spezifische Teile (Muskelfleisch, Herz, Leber, etc).

2.6 Fütterungsempfehlungen haben fünf Kriterien-Unterpunkte:
2.6.1 Sie dürfen nicht unklar oder unvollständig sein.
2.6.2 Die tägliche Fütterungsempfehlung (Gewicht des Futters pro Tag) muss angegeben sein.
2.6.3 Ein Hinweis darauf, dass Wasser zur Verfügung stehen muss, ist erforderlich.
2.6.4 Die Unterscheidung zwischen Alleinfutter und Ergänzungsfutter muss angegeben sein.
2.6.5 Die Fütterungsempfehlung für eine 4 kg schwere (kastrierte Haus-) Katze sollte nicht mehr als 10% von der berechneten Futtermasse pro Tag abweichen, um eine mögliche Unterernährung der Katze zu vermeiden.

3. Nährstoffgehalt und -gleichgewicht

Katzen brauchen eine ausgewogene Ernährung, die alle erforderlichen Nährstoffe in den richtigen Mengen enthält. Katzen haben spezifische Ernährungsbedürfnisse wie tierisches Protein, Taurin, Spurenelemente und Vitamine. Die Überprüfung des Nährstoffgehalts und -gleichgewichts im Katzenfutter gewährleistet, dass die Bedürfnisse deiner Katze erfüllt werden und sie ein gesundes und aktives Leben führen kann. Durch unsere Analyse identifizieren wir potenzielle Mängel oder Ungleichgewichte und bewerten, ob das Produkt den hohen Standards für eine optimale Ernährung gerecht wird.

3.1 NfE Inhalt. Die stickstofffreien Extraktstoffe (NfE) in hochwertigem Katzenfutter umfassen die Kohlenhydratquellen des Futters, einschließlich tierischer Glykogenquellen wie Muskelfleisch und Leber. Sie werden auch als verdauliche Kohlenstoffe bezeichnet. Ein niedriger NfE-Gehalt bis zu ca. 20% in der Trockenmasse im Katzenfutter stellt sicher, dass keine Verdauungs- oder Stoffwechselprobleme bei Katzen auftreten sollten.

3.2 Genügend Taurin. Taurin ist essentiell für Katzen und sie bekommen es nur durch das Futter. Das heißt, lieber sollte man das ordentlich zu viel dosieren als zu wenig. Bei zu viel wird es einfach ausgeschieden, und es gibt nichtmal einen „Maximum Level“ von der FEDIAF. Zu wenig ist aber lebesnbedrohlich. Deswegen gibt es, wenn der minimum recommmended level der FEDIAF nicht erreicht wird, zwei Punkte Abzug.

3.3 Spurenelemente. Sämtliche Spurenelemente der FEDIAF Auflistung (falls Nährwerte auf der Verpackung bzw Produktseite angegeben sind) wie Zink, Jod, Kupfer, Mangan, Selen, Eisen werden überprüft.

3.4 Mineralien. Hier bewerten wir Calcium, Phosphor, deren Ratio, Kalium, Natrium, Chlorid, Magnesium.

3.5 Vitamine. Das gleiche, hier gibt es 13 Punkte für verschiedene Vitamine (siehe FEDIAF Tabelle), wie A, D3, E, B7 (Biotin), andere B Vitamine und Cholin (obwohl das streng genommen kein Vitamin ist, wird aber oft mit den B Vitaminen gruppiert aufgrund der Ähnlichkeit).

3.6 Zutaten getrennt gekocht. Unterschiedliche Zutaten benötigen unterschiedlich hohe Garzeiten, und oft werden den Gemüsen die Nährstoffe durch zu hohe Temperatur entzogen.

4. Verbraucher-Transparenz

Wir bewerten eine klare, ehrliche und verbraucherfreundliche Marketing-Kommunikation und stellen sicher, dass Unternehmen korrekte Informationen über ihr Produkt bereitstellen. Behauptungen müssen erklärt und mit Quellen bewiesen werden. Nur dadurch erhalten Verbraucher die Möglichkeit, informierte Entscheidungen zu treffen und hochwertige Produkte auszuwählen. Unserer Redaktion prüft dabei die Fakten und stellt, falls zutreffen Gegenbeweise durch veröffentlichte Studien zur Verfügung. Dabei werten wir Aussagen die mehrmals auftauchen natürlich nur einmal ab. Genauso gruppieren wir ähnliche Fälle zu einem Punkt. Hier ein paar Beispiele zu Punkten, die wir in unseren Tests abstrafen.

Keine Verwendung von gefälschten Zertifikaten wie „made in Sweden“ oder selbst erzeugte Siegel, da diese keine aussagekräftigen Informationen liefern.

Keine irreführenden Angaben wie „naturbelassen“ oder „Lebensmittelqualität“ die eine höhere Qualität implizieren, die das Produkt tatsächlich hat.

Kein Werben mit Selbstverständlichkeiten wie „wichtige Zusätze wie Rohfaser und Rohprotein“, da dies irreführend ist.

Weglassen oder verschweigen relevanter Informationen wie eingesetzte Füllstoffe oder Zusatzstoffe wird abgestraft.

Behauptungen, die nicht auf Fakten basieren, führen zu einem Punktabzug. Dies gilt sowohl für Verpackungsangaben als auch für Informationen auf der Website des Unternehmens. Ein Beispiel ist, dass Zutat XY gesundheitliche Vorteile für Katzen bietet, wenn dies wissenschaftlich nicht belegt ist.

Versteckte oder verschleierte Zutaten führen zu einem Punktabzug. Ein Beispiel wäre die Angabe „kein Zuckerzusatz“, obwohl ein Mehrfachzucker enthalten ist. Obwohl dies rechtlich zulässig ist, sehen wir es moralisch als fragwürdig an.

Keine falschen Angaben über die Art der Herstellung. Wenn behauptet wird, dass die Herstellung „natürlich“ und „schonend“ erfolgt, obwohl es sich tatsächlich um stark verarbeitetes Futter handelt, wird dies als falsche Angabe betrachtet.

5. Marke

Das Ziel ist es, die Marke hinsichtlich Tierschutz, Umweltschutz, Unternehmenskultur, Engagement in der Gemeinschaft, Tierversuchen und Recycelbarkeit der verwendeten Materialien zu bewerten. Wir belohnen Unternehmen, die soziale Verantwortung übernehmen und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft und Umwelt leisten. Für jeden gefundenen Hinweis vergeben wir einen Punkt.

5.1 Hinweis auf Spenden an Rettungsstationen, Tierheime oder für Tier- und Artenschutz.

5.2 Keine Sorten mit Tierbabys wie Kalb oder Lamm.

5.3 Fleisch stammt von Tieren mit guten Haltungsbedingungen.

5.4 Hinweis auf Freiwilligenarbeit oder Sponsorenship für Rettungsstationen oder Tierheimen.

5.5 Hinweis auf regional bezogenes Fleisch.

5.6 Wissenschaftliche Mitarbeiter im Team.

5.7 Leidenschaftliche Vision oder Unternehmenskultur, Einbinden von Mitarbeitern.

5.8 Respekt vor Datenschutz und Verbraucherschutz.

5.9 Bio-oder, B Corp-Zertifizierung, etc. existieren.

5.10 Angaben zur Recycelbarkeit der verwendeten Materialien und Nachhaltigkeit.

6. Preis-Leistung

Wir berechnen ein Vergleichswert, der das Futter mit dem UVP einer 200 g Dose bewertet. Als Basis nehmen wir die von uns berechnete, tatzächliche Fütterungsmenge pro Tag, für eine 4 KG schwere, kastrierte Hauskatze und nicht die vom Hersteller angegebene Menge. Basierend auf den Ergebnissen der anderen Kategorien, berechnen wir dann den Faktor um das Preis-Leistungsverhältnis zu bewerten. So erhalten auch teure Marken gute Bewertungen, sofern die Inhaltsstoffe sehr gut sind. Billige Futtermarken werden dadurch aber auch nicht belohnt, wenn sie schlechte Zutaten einsetzen.

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